Was ist eigentlich Virales Marketing?
By Berkay at 13 Januar, 2010, 4:26 pm
Habt Ihr euch nicht auch gefragt, was denn nun genau Virales Marketing ist und wie man es betreibt? Auf vielen verschiedenen Seiten liest man ständig von Virales Marketing. Daher habe ich mir überlegt, dass ich euch etwas näher mit dem Thema Virales Marketing bringe. Diese Marketing-Strategie zählt derzeit zu den effektivsten und zugleich ist sie auch für diejenigen interessant, die ein niedriges Budget zur Verfügung haben. Gleichzeitig kann auch eine Nachricht innerhalb von einer relativ kurzen Zeit an viele Leute übermittelt werden.
Alles was man machen muss, ist, einen Videoclip zu kreieren und auf verschiedenen Video-Plattformen, wie YouTube und Co, hochzuladen. Inhaltlich sollte in dem Clip keine reine Werbebotschaft übermittelt werden. Es sollte, wenn möglich, ein Inhalt erstellt werden, der zum einen Teil sehr spaßig wirkt, zum anderen Teil sehr nachdenklich ist. Wenn Unternehmen beim erstellten Clip mitgewirkt haben, sollten sie nicht zu sehr in den Vordergrund rücken. Für den Erfolg des Clips tragen nämlich zum größten Teil die Internetbenutzer selber.
Virales Marketing-Beispiel
Hier könnt Ihr euch ein Video betrachten, bei dem genau gezeigt wird, wie Virales Marketing am Beispiel der Marke „Dove“ des Körperpflegemittelherstellers Unilever funktionieren kann und welche Nachteile man davontragen kann. >>> Link
Wie funktioniert es nun?
Wie Ihr wahrscheinlich im Video sehen konntet, wurde Virales Marketing in mehrere Bereiche unterteilt. Auf diese Gliederung möchte ich zurückgreifen und es euch nochmal näher erläutern.
- Kampagnengut
Wenn die Kampagne gut gelungen ist, möchte man sie gerne mit anderen Freunden oder Bekannten austauschen. Beim Dove-Clip war es die Verwandlung des Menschen und löste beim Betrachter eine Art Verblüffung aus, wie auch bei mir. Dies ist ein Grund das Video an andere weiterzuleiten.
- Rahmenbedingungen
Auf der Webseite der Dove-Kampagne wird der Clip auf der Basis natürlicher Schönheit aufgebaut. Dem Benutzer wird angeboten, die Seite zu verlinken, aber es werden auch diverse Codes angezeigt, sodass diese direkt in den eigenen Blog oder Webseite eingebaut werden können.
- Anreize zur Weiterempfehlung
Nachdem nun alles getan wurde, um den Clip zu erstellen, kann man sich so langsam auf die nächste Stufe begeben. In der nächsten Stufe solltet ihr versuchen, den Clip so viel möglich im Internet zu verbreiten. Dazu bedarf es natürlich auch die Benutzer selber. Diese sollten die Kampagne inhaltlich auffassen, verlinken und den Link weiterverschicken. Damit eine Weiterempfehlung erfolgreich erfolgt, wird empfohlen, dass man Anreize in den Clip integriert, wie zum Beispiel versteckte Witze oder ähnliches. Am Beispiel Dove ist dies schon geschehen, wie ich schon vorher erwähnt habe. Wenn die Besucher aber den Anreiz nicht finden, einen Eintrag im Blog oder auf der Webseite zu verfassen, könnte man selber ein separates Forum einrichten, sodass die Benutzer ihre Meinung dazu veröffentlichen können.
- Kampagnengut streuen
Wenn man sich die Streuung der Kampagne genau anschaut, kann man sehen, wie die Resonanz bei der Community ist. Dazu könnte man diverse Blogs, Foren oder Videoplattformen regelmäßig überprüfen. Bei Dove war dies nicht nötig, da alleine schon auf YouTube der Clip Millionen Mal aufgerufen wurde.
Nachteile des Viralen Marketings
Die aufgezählten Punkte hören sich doch recht positiv an, oder? Für Unternehmen reicht sogar schon die Erkenntnis aus, dass Virales Marketing nur ein niedriges Budget benötigt. Virales Marketing ist aber keineswegs immer positiv anzusehen. Bei anderen Werbekampagnen ist das Werbemedium streng festgelegt und Marketingfachleute können den Anfang und das Ende klar einplanen. Beim Viralen Marketing geht dies allerdings nicht, denn da reicht schon der Anstoß und man weiß dann schließlich selber nicht mehr, wie die Resonanz bei den Menschen aussehen wird. Oftmals wird für Virales Marketing auch der Begriff „Virus“ verwendet, was ja nicht wirklich verkehrt ist, wie ich finde. Im Video-Beispiel ist deutlich zu erkennen gewesen, wie eine Kampagne nach hinten gehen kann, wenn andere Unternehmen, wie Greenpeace sich zwischenschalten, um das Gegenteil und die Konsequenzen zu demonstrieren.
Fazit
Für meinen Teil kann ich sagen, dass Virales Marketing eine sehr gute Möglichkeit für Unternehmen bietet, mit einem niedrigen Budget ein Produkt oder ähnliches zu vermarkten. Allerdings besteht eine große Gefahr darin, dass das Unternehmen einen Image-Schaden erleiden kann. Daher sollte man die Marketing-Strategie mit Vorsicht antasten.
Was denkt Ihr über Virales Marketing? Feedbacks sind sehr gerne gewünscht.

Was ist Virales Marketing? Ja, erstmals etwas zu schaffen über das man gerne (!) spricht und einfach (!) darüber sprechen kann.
Gerne, das setzt voraus etwas Unwerbliches zu machen.
Einfach, das setzt voraus dass das Erlebte mit einem Satz wiederzugeben ist.
Echt schwierig, wie viele Praxisbeispiele zeigen.
Fachlich zu begründen ist das für mich damit, dass es viel weniger mit Marketing als mit Verkauf zu tun hat. Eigentlich müsste es Virales Verkaufen heißen. Früher hieß es Weiterempfehlen.
lg DL
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