Social Games

By Berkay at 16 Dezember, 2009, 10:42 pm

Es ist förmlich spürbar und auch zu sehen, dass  die Lust an der Arbeit verloren geht, wenn Mitarbeiter in deutschen Unternehmen beginnen, Farmville oder ähnliche Social Games neu zu entdecken. Sollten in den einzelnen Unternehmen daher Farmville und Co. mit Facebook verboten werden, wie es auch schon oft genug passiert ist oder sollten die Möglichkeiten des Social Marketings und Kommunikation entdeckt werden?

Die Frage ist gar nicht als trivial abzustufen. Denn Social Games auf Plattformen wie Facebook oder MySpace sind heutzutage gar nicht mehr wegzudenken. In der Statistik mit den meistgenutzten Applikationen führen solche Games in sozialen Netzwerken mit Abstand die Liste an.

Im Jahre 2007 wurde das erste Social Game „Who hast the Biggest Brain“ von Playfish auf Facebook auf den Markt gebracht. Playfish stand damals sozusagen als alleinstehender Herrscher über den Spielen. Doch inzwischen hat sich dies gewandelt. Der Trend wandelt sich von den Singleplayer-Games zu den Multiplayer-Games. Allen voran waren weibliche Mitglieder der Plattform MySpace verrückt danach, das Leben der Reichen und Schönen in „Sorority Life“ nachzuspielen. Dieses Spiel von Playdom ist nun auch auf Facebook erhältlich und hat dort mittlerweile 7,5 Millionen monatliche Nutzer zum Spielen angeregt.

Der richtige Durchbruch der Multiplayer-Games kam 2008, nachdem Zynga das Bandenspiel „Mafia Wars“ an die Öffentlichkeit brachte. Knapp 26 Millionen Facebook-User treiben momentan mit ihrer virtuellen Gang ihr Unwesen.

Letztes Jahr kamen immer wieder neue Social Games auf dem Markt, die jedoch alle von dem Ende Juni 2009 veröffentlichten Spiel „Farmville“ in den Schatten gestellt wurden. Dieses Spiel beherbergt über 70 Millionen Spieler und besitzt damit zugleich die größte Fangemeinde. Dazu sage ich einfach nur „wow“!

Stellt sich denn nun nicht eine weitere Frage auf? Ich denke schon, und zwar wie die Spieleentwickler wie Zynga, Playfish usw. es geschafft haben, so viele Benutzer in ihren Bann zu ziehen. Der erste Schritt, der getan werden musste, damit ein Spiel erfolgreich wird, war es, sehr viel in Werbung auf der Plattform zu investieren. Doch auch die Spieler selbst haben zum Spiel des jeweiligen Spiels beigetragen, indem sie Mundpropaganda betrieben haben.  Wer ein gutes Spiel entwickelt hat, kann davon ausgehen, dass es bei einem Benutzer gut ankommt, so dass es weiterempfohlen wird. Und auf welcher Plattform wie Facebook kann eine Weiterempfehlung besser verlaufen, wo 350 Millionen auf einem Haufen zu finden sind? Ich denke nirgendwo anders…

Anbieter diverser Social Games nutzen die Möglichkeiten der sozialen Netzwerke, damit sich die User untereinander kontaktieren und Neuigkeiten austauschen. Mit einem Klick ist es möglich, alle Freunde in seiner Liste einzuladen, um gemeinsam eine Runde zu spielen. Geniales Feature!

Alleine kommt man nicht weit, das sind sich die User schon bewusst. Denn nur in einem Team ist man stark genug, um Herausforderungen zu überstehen und gegen Millionen anderer Spieler im Netzwerk anzutreten. Ein Ranking zeigt schließlich, auf welcher Position man steht.

Es ist aber nicht immer die Jagd danach, wer den höchsten Highscore macht, sondern um die soziale Interaktion mit Freunden. Die Spiele kreieren eine neue virtuelle Welt und schaffen somit eine gewisse Grundbasis für eine Kommunikation in einem völlig neuem Umfeld und Kontext. Dieser kann dafür da sein, um kurz den Alltag zur Seite zu legen und sein eigenes, kleines Reich nach seinen Wünschen anzupassen. Man möchte ja schließlich nicht stundenlang in dem Game gefesselt sein, wie es bei handelsüblichen Games üblicherweise der Fall ist, sondern um sich kurz zu unterhalten.

Was denkt ihr über Social Games? Schaffen diese Games für euch ein neues virtuelles Umfeld? Schreibt euer Feedback dazu.

Categories : Allgemein | Guerilla Marketing | Kommunikationspolitik


Noch keine Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar