Safebook – Sicherer als Facebook
By Berkay at 4 März, 2010, 9:01 pm
Im Moment hat es den Anschein, dass MySpace, die VZ-Netzwerke oder gar ein neuer Social Network-Dienst auch nur im Geringsten in das Gebiet von Facebook eindringen kann. Dennoch versuchen immer wieder neue Dienste mit einer brillanten Idee, den Herrscher vom Thron zu stoßen. Thorsten Strufe zum Beispiel gehört zu denen. Er aber ist weitaus fortgeschrittener als seine anderen Denker. Sein Titel des Projektes lautet „Safebook“ und noch in diesem Jahr will er es fertigstellen und an die Öffentlichkeit bringen.
Nun, was ist an Safebook besonders und was macht ihn besser als Facebook?
Dazu kommen wir, wenn wir uns anschauen, was sein Auslöser für sein Projekt war: Der Informatiker führte eine Studie durch. Für seine Studie legte er unzählige, neue Profile bei Facebook an. Nicht einfach irgendwelche Profile, sondern Profile, die tatsächlich mit gleichem Namen und Foto existieren. Was besonders erstaunlich war, dass etwa 80 Prozent der Freunde aus den Freundeslisten sich mit dem neuen Profil anfreundeten, obwohl dieser nicht echt war. Aus diesem Grund will Thorsten Stufe ein Projekt auf Vordermann bringen, die genau diesen Aspekt verfolgt: Sicherheit.
Sagen wir mal, wir würden es schaffen, dass alle Benutzer von Facebook viel vorsichtiger mit ihren Daten umgehen und somit das Risiko mit Fake-Profilen vermindern würden. Doch dies reicht dennoch nicht aus. Denn Facebook lagert die Daten auf einem zentralen Server. Daher will der Informatiker ein Konzept entwickeln, dass sich einem dezentralem System bedient und sowas kennen wir auch schon: Es nennt sich Peer to Peer (P2P).
Das heißt, dass die Daten bei einer gewöhnlichen Freundschaftsanfrage nicht direkt von Kontakt zu Kontakt übermittelt werden, sondern über Umwege. Zum Beispiel kann der Austausch über Freund eines Freundes des Kontaktes geschehen. Somit ist gewährleistet, dass keine Rückverfolgung möglich ist.
Es ist auf jeden Fall klar, dass Facebook in Sachen Sicherheit die Hausaufgaben erledigen muss. Jedoch bleibt eine Frage offen: Würden alle Benutzer von Facebook dazu gebracht werden können, das soziale Netzwerk zu wechseln? Oder würden diese einfach dort gemütlich bleiben? Thorsten Strufe sieht es so: „Wir werden es vielleicht nie schaffen, dass alle Leute von Facebook zu sinnvollen Systemen wechseln. Aber es wird sich in diese Richtung bewegen.“
Genau das ist es. „Safebook“ wird nie eine wirkliche Konkurrenz für Facebook werden. In Sachen Privacy wird es aber Gesprächsstoff bilden und vielleicht überdenken sogar Benutzer ihre Handlungen im Internet. Folglich wird es für die sozialen Netzwerke so sein, dass sie darauf reagieren müssen.

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