Noch aktuellere Nachrichten auf Google

By Berkay at 26 Januar, 2010, 11:56 pm

Vor kurzem hat Google in seinem Blog bekannt gegeben, dass die Google-Bots nun noch schneller ihren Index auffrischen werden, als es bisher der Fall war. Damit stehen erneut Zeitungsverlage und Google gegenüber. Dies sei notwendig gewesen, vor allem aus diesen Gründen: “Oft ändern sie sich über die Zeit, Tippfehler werden entfernt, Schwerpunkte verlagert, neue Informationen oder Berichtigungen werden eingepflegt”, berichten die beiden Entwickler Andy Golding und Kiran Gunda. Selbstverständlich ist es keine leichte Aufgabe für den sog. Google-Crawler.  Sogar heutzutage werden schon hunderte von Artikeln von Tausenden von Seiten jede Minute eingesammelt. Das muss man sich erst Mal praktisch vorstellen…

Damit die Leserinnen und Leser immer den Überblick behalten, wurde eine Funktion in den Crawler implementiert, der es ermöglicht, dass Artikel nach dem Erscheinen immer wieder neu überprüft werden. Dadurch sollen ständige Text-Veränderungen erkannt und dementsprechend auch im Index aktualisiert werden. “Für Leser bedeutet das, dass von nun an die Anzahl alter Headlines und toter Links minimiert wird. Und die Verleger können von heute an sicher sein, dass wir immer die neuesten Storys und Updates finden.”

Es war davon auszugehen, dass Verlage diesen Schritt von Google sehr negativ sehen. Aber jedem ist eigentlich auch klar, dass Google durch ihre Anzeigen Geld verdient. Doch Google sieht dies anscheinend anders. Denn als Holger Schmidt von FAZ auf der DLD-Conference einen Google-Manager befragte, antwortete dieser: “News-Anfragen generieren überhaupt gar keinen Umsatz bei Google.” Inwieweit diese Aussage der Wahrheit entspricht, kann ich nicht sagen. Jedoch ist eines klar: Die Verlage werden nicht aufgeben, Druck auf Google auszuüben. In Großbritannien ist dies sogar schon im vollen Gange. Es bleibt abzuwarten, wann die ersten Modifizierungen in den Robots.txt-Dateien auftauchen werden.

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