Google Me: Der Facebook-Konkurrent?

By Berkay Bay at 4 Juli, 2010, 9:24 pm

Google Me: Der Facebook-Konkurrent?Google startete im Februar dieses Jahres seinen neuen Dienst Google Buzz. Das Unternehmen dachte, dass sie hiermit den Drang zu Facebook verhindern könnten, aber vergeblich. Die Plattform brachte nicht den nötigen Erfolg ein, wie sie es erhofft haben und die breite Masse konnte nicht angesprochen werden. Doch dies könnte sich wohlmöglich ändern. Google plant nach den neuesten Gerüchten, einen neuen Social Media Dienst ins Leben zu rufen, dessen Projekttitel auf Google Me hinauslaufen soll.

Google war bisher noch nie im Social Web erfolgreich. Dass sich dies ändern muss, ist dem Unternehmen spätestens dann ins Blickfeld gerückt, als sie sich bewusst gemacht haben, dass immer mehr Benutzer sich in sozialen Netzwerken aufhalten und ihre Zeit dort verbringen. Entsprechend ist natürlich der Bereich groß, der von Anzeigenkunden nachgefragt wird. Auf Dauer kann sich also der Suchgigant nicht leisten, eine Abwesenheit gegenüber dieser Sparte zu zeigen.

Vor einem halben Jahr waren viele Facebook-Benutzer von ihrem Social Network halbwegs zufrieden. Doch dies hat sich innerhalb dieses Zeitrahmens bis zur Gegenwart dramatisch geändert. Vor allem die Datensicherheit und die Privatsphäre sorgten dafür, dass viele Nutzer das Vertrauen zu Facebook verloren haben. Und genau an diesem Punkt könnte der Social Network Dienst von Google anknüpfen und alles besser machen. Laut den neuesten Informationen soll dies auch der Fall sein. Google soll auf eine radikale Transparenz, Datenportabilität und Offenheit setzen.

Um aber mit Google Me erfolgreich zu werden, darf die neue Plattform nicht ein einfaches Abbild zu seinem Konkurrenten sein. Auch kommt der erhoffte Erfolg nicht, wenn nur einige technische Erneuerungen hinzu kommen. Google muss mit seinem neuen Dienst Benutzer auf einer anderen, neuen Ebene fördern. Nutzer müssen die Möglichkeit haben, die volle Kontrolle über ihre Daten zu besitzen.

Weiterhin muss dem User erlaubt werden, auf Wunsch seine kompletten, innerhalb der Plattform erstellten Inhalte und Daten, mit nur wenigen Klicks dorthin zu exportieren, wohin er möchte.

Google könnte aber auch seinen Dienst als offenes Protokoll im Sinne von einem dezentralen Netzwerk anbieten, so wie es bei diaspora der Fall ist.

Lassen wir aber Mal all die Visionen beiseite: Die Wahrscheinlichkeit für Google ist sehr gering, dass sie die Zahl der Benutzer erreichen wird, wie sie es bei Facebook der Fall ist. Da aber Google nicht auf den Kopf gefallen ist und immer eine Marketing-Strategie parat hat, kann man ebenfalls davon ausgehen, dass Google Me mit Hilfe der Facebook-Kritiker die Qualitäten des neuen Dienstes übermitteln wird.

Categories : Kommunikationspolitik | Online Marketing


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