Flattr – Revolution des Paid-Contents

By Berkay at 15 Februar, 2010, 1:36 pm

In der letzten Zeit hören wir immer mal wieder von Bezahlinhalten und das nervige Gejammer darum. Zu Recht, denn die Benutzer würden für Inhalte nicht zahlen wollen. Die klassische Werbung hat noch lange nicht ausgedient, so ist die Argumentation der Leser. Dennoch hat das „Hamburger Abendblatt“ und der „Berliner Morgenpost“ ein Hindernis eingebaut, das die Nutzer nicht zulässt, auf Inhalte kostenlos zuzugreifen. Was die Folge daraus war, kann sich wohl jeder vorstellen: Die Besucherzahlen stürzten sehr weit in die Tiefe. Es kann ja nicht sein, dass wir 8 Euro im Monat zahlen sollen, um mal kurz einen Blick in die Lokalinfos werfen zu können.

Um beide Parteien nun Glücklich zu machen, will The Pirate Bay ein neues Modell auf dem Markt etablieren und den Online-Journalismus revolutionieren. Viele von euch werden sich nun denken, wie der alte Torrent-Netzwerk-Gigant dies realisieren möchte. Nun ja, The Pirate Bay hat vor kurzem in einem Tweet auf das gerade gestartete Projekt hingewiesen. Das Ganze nennt sich: Flattr. (-> Video)

Flattr soll ein Dienst für so genanntes „Social Micropayment“ werden. Die Idee dahinter ist relativ simple, wie es sich herausstellt: Jeder Benutzer zahlt einen gewissen festen Beitrag im Monat. Wenn er nun eine Seite eines News-Anbieters, Bloggers oder Podcasters aufruft, findet er neben den Inhalten auch einen Flattr-Button, so ähnlich wie die Social Bookmarks von Twitter, Facebook und Co. Gefällt dem Benutzer nun der Inhalt, kann er auf den Button klicken und so werden die Klicks für einen Beitrag gezählt. Am Ende des Monats wird nun geschaut, wie vielen Benutzern der Artikel gefallen hat und dementsprechend wird der vorher eingezahlte Betrag aufgeteilt. Der Publisher bekommt zwar pro Benutzer nur ein paar Cent, doch der Gründer dieser Plattform zeigt sich sehr zuversichtlich: „Aus vielen Bächen wird ein großer Strom!”

Der Dienst ist derzeit in der Beta-Phase und jeder Interessierte kann sich für einen Account bewerben.

Wenn wir nun einen Schlussstrich und einen Vergleich zu anderen Bezahldiensten, wie PayPal, Kreditkarte usw., ziehen, so werden einige Vorteile schnell ersichtlich: Für den Benutzer gibt es somit keine Hemmschwelle mehr, um seinem Bedürfnis nachzugeben. Das einzige Problem wird es sein, diese Plattform mit großer Reichweite aufzubauen. Denn, je mehr Benutzer in die Beta-Phase von Flattr einsteigen, desto schneller kann sich dieser Dient auf dem Markt etablieren.

Was denkt Ihr über Flattr? Könnte dieser Dienst wirklich den Paid-Content-Markt revolutionieren?

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