Facebook und die Privatsphäre

By Berkay at 29 Januar, 2010, 12:34 am

Viele Studien von diesem Jahr oder des vergangenen Jahres haben festgestellt, dass Personalleiter gezielt in Social Networks, wie XING oder Facebook, nach Kandidatenprofilen suchen und diese überprüfen. Zum Beispiel die Microsoft-Studie, die festgestellt hat, dass 59 Prozent der Personalentscheider in Netzwerken unterwegs sind, um seine Bewerber ausfindig zu machen. Nun, was kann man dagegen unternehmen, damit nicht alle Daten ausgespäht werden können? In der Grundeinstellung bei vielen Netzwerken, wie Facebook, gibt es quasi keine Privatsphäre. Dies kann man jedoch gezielt abschalten bzw. einschränken. Wie Ihr dies genau machen könnt, werde ich euch nun näher erläutern.

Besitzt Ihr ein eigenes Facebook-Profil, so solltet Ihr euch im Klaren sein, dass viele Informationen von Außen ohne weiteres ersichtlich sind. Daher solltet Ihr die Einstellungen vornehmen, welche Informationen inwieweit privat und welche Informationen nur für Freunde vorenthalten sind.
Generell sind drei Einstellungskategorien vorhanden, um die eigene Privatsphäre besser zu schützen:

Profilinformationen

Diese Kategorie kann sehr viele Informationen über die Person selber preisgeben, wie zum Beispiel aktuelle Statusmeldungen, Bilder, Videos, Gruppenmitgliedschaften usw. Im schlimmsten Falle kann dies dazu führen, dass gezielte Fragen hierzu in Bewerbungsgesprächen auftauchen.

Um die Zugriffseinstellungen zu regeln, müsst Ihr auf den Menüpunkt Einstellungen rechts oben im Facebook-Balken draufgehen und dort den Reiter Privatsphäre-Einstellungen auswählen. Anschließend könnt Ihr schon den Punkt Profilinformationen sehen.

In der Grundeinstellung stehen alle aufgelisteten Punkte auf „Alle“, was auch genauso bedeutet wie es dort steht. Jeder hat von Außen Zugriff auf die eigenen Profilinformationen. Möchten Sie dies unterbinden, so können Sie hier ohne weiteres die Einstellungen vornehmen und die entsprechenden Rechte vergeben.

Kontaktinformationen

Es ist nützlich, wenn man seinen Freunden die eigene Telefon- & Handynummer, E-Mail-Adresse, Wohnort usw. mitteilt. Doch wie sieht es aus, wenn diese Informationen nach Außen gelangen? Selbstverständlich nicht besonders gut, da man sicherlich nicht möchte, dass seine Handynummer oder E-Mail-Adresse für Fremde Leute zugänglich ist.

Die Einstellung für die Kontaktinformationen finden Sie ebenfalls unter der Rubrik Privatsphäre-Einstellungen.

Suchmaschinen-Ergebnisse

Facebook gestattet in der Grundeinstellung nahezu allen verschiedenen Suchmaschinen, wie Google, Yahoo oder Bing, Ihr eigenes Online-Profil in den Index zu verlagern.

In Facebook wird dies so gehandhabt:

Diese Einstellung gestattet Suchmaschinen auf deine öffentlich zugänglichen Informationen sowie auf alle Daten, die du für „Alle“ freigegeben hast, zuzugreifen. Dazu gehören keine Informationen, die du lediglich mit deinen Freunden oder Freunden deiner Freunde geteilt hast.

Auf gut Deutsch: Wer diese Einstellung zulässt, erscheint automatisch in den Ergebnisseiten bei den verschiedenen Suchmaschinen. So ist es möglich, dass euer Profil auch von einem Personalleiter gefunden wird. Dies muss allerdings nicht nachteilig sein. Vielleicht möchte man nicht, dass sein Name mit einem anderen verwechselt wird und so für eine Verwirrung sorgt. Daher empfehle ich euch, dass Ihr euer Profil für Suchmaschinen zugänglich macht, damit andere Personaler euer Profil finden und einordnen können.

Möchte man trotzdem nicht, dass das Profil in den Ergebnisseiten auftaucht, so solltet Ihr das entsprechende Häkchen im Feld löschen und festlegen, wer bei der internen Suche von Facebook euch finden kann.

Ich bin der Meinung, dass Ihr euch die Zeit nehmen solltet, die Privatsphären-Einstellungen vorzunehmen. Denn dies könnte eure spätere Karriere-Laufbahn prägen.

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