Erkenntnisse in der Werbungswelt

By Berkay at 24 Januar, 2010, 9:04 pm

Die Agentur Ogilvy & Mather hat vor kurzem interessante Erkenntnisse für neue Werbestrategien veröffentlicht. Demnach sollen die Verbraucher keine Hunde mehr sein, die auf ein Kommando hören, sondern einfach nur Katzen, die persönlich entscheiden, zu welchem Zeitpunkt und womit sie spielen wollen.

Weiterhin betont die Agentur, dass Werbung nicht als sogenannte Produkt-Propaganda vermittelt werden sollen, zum Beispiel durch mehrfache Wiederholung & Präsentation in den herkömmlichen Massenmedien. Die Werbung muss für die Personen, den „Alphas“, in den Social Networks anziehend und inspirierend wirken. Das heißt, es sollten spannende Geschichten erzählt werden, statt spaßiger Promotionen. Man möchte erreichen, dass das jeweilige Produkt in den sozialen Netzwerken ein Bestandteil wird, jedoch nicht der Hauptdarsteller.

Probleme, die ersichtlich werden:

1.) Es ist nicht einsehbar, ob eine ursprünglich geplante Virale Kampagne auch wirklich Viral wird. Dies entscheidet weder die Agentur selber, noch die Marktforschung. Nur alleine die Community bzw. die „Alphas“, wie auch schon oben erwähnt, können dies in der Regel beeinflussen.

2.) Dadurch dass nun spannende Geschichten im Umlauf sind, werden das Internet und die Agenturen nur von diesen Geschichten überfüllt sein. Brachte ein kleiner Spot die Produktvorteile sehr schnell auf den Punkt, so werden die neuen Werbespots als überdimensional  erscheinen.
Stellt man sich nun vor, dass tausende Produkte so beworben werden, kann man schlichtweg davon ausgehen, dass die Verbraucher irgendwann den Überblick verlieren werden.

3.) Eine ganz einfache Frage: Welcher Verbraucher hat so viel Geld, das er in etwas investiert, was nicht vorhersehbar ist? Somit wird Werbung zu einem Glücksspiel und man weiß nie wirklich, wie es ausgeht.

Es ist wirklich sehr erstaunlich anzusehen, das eine Agentur wie Ogilvy & Mather, die nun mal sehr etabliert sind, einfach ein Geschäftsmodell verwerfen können. Finden Sie es nicht auch?

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