Amazon und die Preisdiktatur
By Berkay at 23 März, 2010, 10:04 pm
Amazon hat sich in der letzten Zeit sowohl für viele kleine Händler als auch für große Onlineshops zu einem Marktplatz entwickelt, der profitable Umsätze abwirft. Jedoch verlangt Amazon nicht eine gerade geringe Gebühr pro Verkauf eines Produktes. Aus diesem Grund mussten einige Shops ihre Waren so anpassen, dass sie noch Gewinne einbringen. Denn zu verschenken haben die Händler definitiv nichts.
Jedoch wurden die Geschäftsbedingungen für Verkäufer geändert und so müssen einige Online-Shops mit massiven Preisänderungen kämpfen. Eine Änderung zum Beispiel besagt, dass jeder eingestellte Artikel vom Preis her gleich niedrig oder niedriger sein muss als der Gesamtpreis, den man auf nicht ladengeschäftsgebundenen Vertriebskanälen anbietet.
Wer sich mit den Geschäftsbedingungen von Amazon nicht einlässt, wird gnadenlos vom System ausgeschlossen und der Verkauf von weiteren Artikeln ist nicht mehr erlaubt.
Damit das Ganze auch funktioniert, will Amazon in Zukunft selber die Kontrolle übernehmen und alle Artikel von Händlern überprüfen. Zwar wird nicht genau ausgesagt, wie der Scan-Vorgang ablaufen soll, jedoch steht dies ausdrücklich in den Geschäftsbedingungen:
Zur Prüfung der Preisparität ziehen wir Angebote von Ihnen und mit Ihnen verbundenen Unternehmen auf anderen nicht ladengeschäftsgebundenen Vertriebskanälen heran. Dabei berücksichtigen wir, ob die Versandkosten eines Artikels von Ihnen oder von Amazon festgelegt werden.
Die neuen Bedingungen sollen schon ab dem 31.03.2010 in Kraft treten. Alle Händler werden bis zum 1. Mai die Gelegenheit haben ihre Preise entsprechend anzupassen.
Nun müssen wir schauen, wie sich der Marktplatz in der Zukunft entwickeln wird. Ich persönlich bin der Meinung, dass nicht sehr wenige Händler sich von Amazon entfernen fernen. Denn zurzeit gehört es schon zu den teuersten.
Was denkt Ihr über die Sachlage? Denkt Ihr, dass Amazon den Marktplatz durch die neuen Geschäftsbedingungen etwas weiter aufwerten möchte?

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